14 Juli 2026
Sonae Arauco veröffentlicht seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht
Betriebsemissionen halbiert – Klimaneutralität bis 2040 in Sicht
- Der Holzwerkstoffhersteller Sonae Arauco strebt die Klimaneutralität in den Bereichen 1 und 2 an – zehn Jahre vor dem EU-Ziel.
- Ein Investitionsplan in Höhe von 38 Millionen Euro treibt die Dekarbonisierung voran; 5,3 Millionen Euro davon entsprechen bereits der EU-Taxonomie.
- Die Kreislaufwirtschaft und die technologische Führungsrolle sichern die Rohstoffversorgung in unsicheren Zeiten.
Mit der Veröffentlichung seines ersten globalen Nachhaltigkeitsberichts berichtet Sonae Arauco von deutlichen Fortschritten bei seiner Klimawende: Seit 2019 hat das Unternehmen seine betrieblichen CO₂-Emissionen (Scope 1 und 2) um 52,5 Prozent reduziert. Die Ergebnisse unterstreichen die Wirksamkeit des 38-Millionen-Euro-Klimawandelplans des Unternehmens und untermauern dessen Ziel, bis 2040 – zehn Jahre vor den aktuellen EU-Zielen – Klimaneutralität im eigenen Betrieb zu erreichen.
Eine konsequente Anpassung an regulatorische Vorgaben sichert die Finanzierung und den Marktzugang
Ein Eckpfeiler dieser Strategie ist die konsequente Ausrichtung an anspruchsvollen Rahmenwerken wie der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) und der EU-Taxonomie. Für das Jahr 2025 werden im Bericht bereits Investitionsausgaben (CapEx) in Höhe von 5,3 Millionen Euro ausgewiesen, die als mit der EU-Taxonomie im Einklang stehend eingestuft werden. Diese Investitionen erfüllen die Nachhaltigkeitskriterien der EU und zeigen, wie Nachhaltigkeit zunehmend in die Kerngeschäftsaktivitäten des Unternehmens eingebettet wird. Dieser vorausschauende Ansatz stärkt den Zugang zu nachhaltiger Finanzierung und unterstützt die langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Sicherung der Rohstoffversorgung durch technologische Führungsrolle im Holzrecycling
In Zeiten volatiler Rohstoffmärkte erweist sich das Kreislaufwirtschaftsmodell von Sonae Arauco als entscheidender Faktor für die Widerstandsfähigkeit. Durch den verstärkten Einsatz von Sekundärrohstoffen stärkt das Unternehmen die Ressourcensicherheit und verringert seine Anfälligkeit gegenüber Schwankungen in der Rohstoffverfügbarkeit. Weltweit stammen bereits 42 Prozent des verwendeten Holzes aus recyceltem Material und Nebenprodukten – in einzelnen Produktlinien liegt die Recyclingquote sogar bei 80 Prozent.
Das Unternehmen treibt die technologischen Kompetenzen im Holzrecycling weiter voran, insbesondere bei der Wiederverwendung von Post-Consumer-Holz und Faserplatten, und festigt damit seine Position als Branchenführer bei Kreislauflösungen.
Energieunabhängigkeit durch den Klimawandelplan
Um die Abhängigkeit von volatilen Märkten für fossile Energien zu verringern und als Teil seines Klimawandelplans erhöht Sonae Arauco den Anteil erneuerbarer Energien durch eigene Erzeugung, Stromabnahmeverträge und zertifizierten Ökostrom. Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energiemix des Unternehmens ist bereits auf 74 Prozent gestiegen. Allein im Jahr 2025 wurden 15 Millionen Euro in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und die Elektrifizierung der Produktion investiert.
Rui Correia, CEO von Sonae Arauco, betont: „Für uns ist Nachhaltigkeit eine gemeinsame Verantwortung. Sie ist funktions-, standort- und Führungsebenenübergreifend verankert und wird durch ein Governance-Modell unterstützt, das sicherstellt, dass ESG-Themen vollständig in strategische, operative und Investitionsentscheidungen integriert werden. Dies ist mehr als nur eine Berichterstattung – es spiegelt unsere Überzeugung wider, dass Transparenz, eine solide Unternehmensführung und ein vorausschauendes Nachhaltigkeitsmanagement unerlässlich sind, um ein widerstandsfähiges und wettbewerbsfähiges Unternehmen aufzubauen.“
Ein Rekordjahr in Sachen Arbeitssicherheit
2025 war das beste Jahr in der Geschichte von Sonae Arauco in Bezug auf die Arbeitssicherheit, was den konsequenten Fokus auf Prävention, Schulungen und eine starke Sicherheitskultur an allen Standorten widerspiegelt. Kontinuierliche Verbesserungen der Prozesse und das Engagement der Mitarbeiter haben zu einer weiteren Senkung der Unfallhäufigkeit beigetragen und das Engagement des Unternehmens für die Gewährleistung einer sicheren und gesunden Arbeitsumgebung bekräftigt.
Direkte wirtschaftliche Erträge durch Nachhaltigkeit
Dass sich der Nachhaltigkeitswandel auch finanziell auszahlt, zeigt sich in einer gesteigerten Ressourceneffizienz: Investitionen in die Dekarbonisierung gehen Hand in Hand mit einer umfassenden Modernisierung der Werke. Infolgedessen sank allein im Jahr 2025 die Abfallintensität um sechs Prozent und die Wasserintensität um sechs Prozent. Darüber hinaus wirkt sich die verbesserte ESG-Performance direkt und positiv auf die Finanzierungskosten aus: Ein Großkredit in Höhe von 200 Millionen Euro ist an konkrete Nachhaltigkeitsziele geknüpft, darunter eine weitere Steigerung des Anteils an Recyclingholz und eine Senkung der Kohlenstoffintensität.
Die Erfolge von Sonae Arauco werden zudem von unabhängigen Stellen bestätigt. Das Unternehmen wurde kürzlich mit der EcoVadis-Goldmedaille ausgezeichnet und gehört damit zu den besten 5 Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen. Durch den Beitritt zum UN Global Compact hat sich der Hersteller zudem zu den höchsten internationalen Standards für verantwortungsvolle Unternehmensführung verpflichtet.
Mit seinem ersten Nachhaltigkeitsbericht bietet Sonae Arauco einen transparenten und umfassenden Überblick über seine Leistung und bekräftigt damit sein Engagement für messbare Fortschritte, eine solide Unternehmensführung und langfristige Wertschöpfung.
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